Kanada/Musée de la Mémoire vivante: „Erinnerung – ein kollektives Erbe“, neue Ausstellung
Das Museum „Mémoire vivante“ in Saint-Jean-Port-Joli bietet den Besuchern diesen Sommer eine neue Ausstellung. Es handelt sich um „Mémoire, un héritage collectif“, die seit Mitte Mai zu sehen ist und noch mehrere Jahre lang gezeigt werden soll.
Die brandneue Dauerausstellung „Erinnerung – ein kollektives Erbe“ steht in direktem Zusammenhang mit dem Leitbild der Einrichtung: Ein Museum, das den Menschen in den Mittelpunkt stellt. Dieser symbolträchtige und aussagekräftige Satz verkörpert die Werte und den Auftrag der Einrichtung.
„Wir treffen Menschen, die uns von ihrem Know-how erzählen und die alle auf ihre Weise als Vermittler in ihrem jeweiligen Bereich fungieren“, beginnt Bianka Roy, Generaldirektorin des Musée de la Mémoire vivante.
Dort lassen sich acht Themenbereiche entdecken.
„Ahornsirupherstellung, die Mi-Carême, Mykologie, die Wolastogey-Kultur, Briefwechsel, Ekanu, Märchen und Legenden sowie Lebensgeschichten“, erklärt Bianka Roy.
Weitere Lebensgeschichten werden in Kürze hinzukommen.
„Wir befassen uns hier vor allem mit dem 21. und dem 20. Jahrhundert. Wir haben einige Zeitzeugen, die bis in den Beginn des 20. Jahrhunderts zurückreichen, unter anderem im Bereich der Ahornsirupherstellung, wo wir zwei Generationen abdecken“, fügt die Generaldirektorin hinzu.
Dort finden sich auch alte Briefe aus dem Briefwechsel, die als Spende übergeben wurden.
„Ein Soldat während des Zweiten Weltkriegs in den Jahren 1939 bis 1943“, präzisiert Bianka Roy.
Die Sammlung ergänzt die Dauerausstellung über Philippe-Aubert de Gaspé, den letzten Lehnsherrn von Saint-Jean-Port-Joli. Das begeistert das Publikum.
„Die Menschen schätzen die Vielfalt der dort präsentierten Zeugnisse und die Vielfalt der Themen. Wenn ich mich zum Beispiel nicht für den Ahornsirupanbau interessiere, kann ich weitergehen und andere sehr interessante Themen entdecken“, so die Besucher.
Räume, die für die ganze Familie konzipiert sind und es ermöglichen, neues Wissen zu erwerben. Sie wurden in Form kleiner Häuschen gestaltet, um den Eindruck zu vermitteln, man würde den Menschen entgegengehen. Im Garten des Museums, der kürzlich für seine Gestaltung eine prestigeträchtige Auszeichnung erhalten hat, findet man zahlreiche Pflanzenarten.
„Das sind auch Auslöser für Erinnerungen, die uns an unsere Vorfahren erinnern, zum Beispiel an unsere Großeltern“, schließt Bianka Roy.
Quelle: cimtchau.ca/nouvelles/


