Kanada/Öffentlicher Nahverkehr: Die RÉGIM führt zwei neue Mobilitätsangebote ein

Veröffentlicht am 16/07/2026 | La rédaction

Kanada

Die interkommunale Verkehrsbehörde Gaspésie–Îles-de-la-Madeleine und die Gemeinde Maria haben heute zwei neue Nahverkehrslinien in Betrieb genommen.

Nach Bussen und Carsharing-Fahrzeugen in sechs Gemeinden der Region geht die Régie intermunicipale de transport mit dem MaaS-Pilotprojekt neue Wege. Damit erweitert sie ihre bestehende Carsharing-Plattform „SAUVéR-SiGTiC“ um zwei neue Angebote. Das Prinzip ist einfach. Nutzer der Carsharing-Fahrzeuge des Netzwerks können nun ihre Fahrten anderen anbieten. Die Nutzer können zudem ihre eigenen Fahrzeuge registrieren.

„Wer die Fahrzeuge des Netzwerks nutzt, kann seine Fahrt als Mitfahrgelegenheit anbieten. Man teilt sich das Ziel. Ich fahre von Punkt A nach Punkt B und bleibe dort den ganzen Tag. Andere können die freien Plätze in den Fahrzeugen nutzen“, so Marie-Andrée Pichette, Generaldirektorin der RÉGIM.

Hinzu kommt ein Fahrdienst, der eher nach dem Prinzip der ehrenamtlichen Begleitung als nach dem eines bezahlten Chauffeurdienstes funktioniert.

„Es handelt sich eher um ehrenamtliche Begleitung. Das sind also Menschen, die für verschiedene Bedürfnisse in der Gemeinde Fahrten anbieten können“, so Marie-Andrée Pichette.

Das Tarifmodell ist derzeit noch unklar. Die RÉGIM setzt jedoch in erster Linie auf ehrenamtliches Engagement und kommunale Partnerschaften.

Hinter der Einführung dieser neuen Dienste steht ein ganz konkreter Druck auf die Organisation und eine Möglichkeit, die Kosten zu senken.

„Die Betriebskosten für Busse werden immer teurer. Deshalb setzen wir auf Projekte, die ich als alternative Verkehrslösungen bezeichnen würde. Diese werden das Dienstleistungsangebot der Verkehrsbehörde erweitern, jedoch zu geringeren Kosten“, so Marie-Andrée Pichette.

Für die Gemeinde Maria kommt das Projekt gerade recht. Bürgermeisterin Patricia Chartier sieht darin ein Mittel, die Abhängigkeit vom Individualverkehr zu verringern und gleichzeitig den Mobilitätsbedürfnissen gerecht zu werden.

„Wir sind sehr darauf bedacht, unsere verkehrsbedingten Treibhausgasemissionen zu senken. Wir wissen, dass es viel Individualverkehr gibt. Die Menschen sind aber dennoch offen für Fahrgemeinschaften. Aber im Grunde geht es darum, den Austausch zu erleichtern und gemeinschaftliche Fahrgemeinschaften anzubieten. Das sind die Aspekte, die wichtig sind, oder auch der Bedarf an Mitfahrgelegenheiten und Transportmöglichkeiten für Senioren auf dem Weg von zu Hause aus“, so Patricia Chartier, Bürgermeisterin von Maria.

Für die RÉGIM bleibt eine große Herausforderung bestehen: eine aktive Nutzergruppe auf der Plattform zu halten.

„Beim Mitfahr- und Fahrdienst ist es schwierig, die Nutzer im Netzwerk aktiv zu halten. All diese Begleitung und auch die Unterstützung durch die gemeinnützigen Organisationen werden es uns ermöglichen, diese großartige Plattform für die nächsten Jahre am Leben zu erhalten“, so Marie-Andrée Pichette.

Die Bürger sind eingeladen, sich ab sofort auf der Plattform zu registrieren.

Quelle: cimtchau.ca/nouvelles/


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