Benin/Landwirtschaftsversicherung: 561,8 Millionen FCFA zum Schutz der Erzeuger vor klimatischen Unwägbarkeiten
Angesichts der zunehmenden Auswirkungen des Klimawandels auf landwirtschaftliche Betriebe verstärkt die beninische Regierung ihre Maßnahmen zum Schutz der Erzeuger. Am Freitag, dem 7. August 2026, wurden in Cotonou Entschädigungen in Höhe von 561,8 Millionen FCFA an Reis- und Baumwollproduzenten ausgezahlt, die im Wirtschaftsjahr 2025–2026 Ertragsverluste erlitten hatten. Eine konkrete Maßnahme, die den zunehmenden Stellenwert der Agrarversicherung in Benin unterstreicht.
Benin treibt den Aufbau einer Landwirtschaft voran, die besser gegen Klimarisiken gewappnet ist. Der Minister für Landwirtschaft, Viehzucht und Fischerei, Herr Adin Yeton BLOKOUNON GOUBALAN, hat am Freitag, dem 7. August 2026, in Cotonou die offizielle Übergabe der Entschädigungsschecks an die von Ertragsausfällen betroffenen Landwirte vorgenommen. Die Maßnahme erfolgt im Rahmen der Pilotphase des Projekts zur Einführung einer indexgebundenen Mehrfachrisikoversicherung für die Landwirtschaft, das 2024 von der Regierung mit Unterstützung ihrer Partner ins Leben gerufen wurde. Das Programm zielt darauf ab, die Widerstandsfähigkeit von 100.000 Landwirten und Viehzüchtern in den zwölf Départements zu stärken, insbesondere in den Sektoren Reis, Baumwolle und Viehzucht.
Fast 95.000 Landwirte versichert
Für das Landwirtschaftsjahr 2025–2026 profitierten 94.905 Reis- und Baumwollbauern von einem Versicherungsschutz, insbesondere dank einer Subvention in Höhe von 80 % der Prämien. Die Gesamtentschädigungssumme belief sich auf 561,8 Millionen FCFA, davon entfielen 376,8 Millionen FCFA auf die Reisbauern und 185 Millionen FCFA auf die Baumwollbauern. Für Herrn Alfred KPEMAVO, Vertreter der Versicherer, spiegelt diese Entschädigung den Erfolg eines Prozesses wider, der darauf abzielt, die Landwirte besser zu schützen und ihre Produktivität nachhaltig zu fördern.
Die Initiative wird auch von den Partnern unterstützt. Frau Stéphanie GUHA, stellvertretende Leiterin der Schweizer Entwicklungszusammenarbeit in Benin, forderte, die finanzielle Inklusion von Frauen und Jugendlichen zu einer Priorität des Programms zu machen. Auf Seiten der Begünstigten lobte Herr Ganni Badou TAMOU, Präsident des Nationalen Verbandes der dörflichen Baumwollproduzenten-Genossenschaften (FN-CVPC), eine Initiative, die Kleinbauern den Zugang zu finanzieller Absicherung erleichtert. Überzeugt von der Wirksamkeit des Mechanismus lud er die Produzenten anderer Sektoren ein, sich dem Agrarversicherungssystem anzuschließen.
Investitionen und Lebensgrundlagen sichern
Für Minister Adin Yeton BLOKOUNON GOUBALAN geht es um mehr als nur den Ausgleich von Verlusten. Die Agrarversicherung sei „ein Mittel, um Investitionen zu sichern, die Lebensgrundlagen zu erhalten und nachhaltig zur Ernährungssicherheit in Benin beizutragen“. Der Minister hob zudem mehrere Herausforderungen hervor, deren Bewältigung für die Transformation des Sektors unerlässlich ist: Wassermanagement, Zugang zu Land, Verfügbarkeit leistungsfähiger Betriebsmittel zu erschwinglichen Preisen sowie die Finanzierung der Betriebe. Ziel ist es insbesondere, die starke Abhängigkeit der beninischen Landwirtschaft von den Niederschlägen schrittweise zu verringern und bessere Bedingungen für die Niederlassung und Produktion junger Landwirte zu schaffen.
Ziel sind 122.000 Erzeuger im Zeitraum 2026–2027
Nach den in der Pilotphase erzielten Ergebnissen will die Regierung nun einen Gang höher schalten. Über das Ministerium für Landwirtschaft, Viehzucht und Fischerei sowie den Nationalen Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung (FNDA) soll das Programm im Rahmen der Anbaukampagne 2026–2027 122.000 Erzeuger erreichen. Ein weiterer Schritt im Bestreben der Regierung, die Agrarversicherung zu einem echten Instrument zur Absicherung der Betriebe zu machen und langfristig eine widerstandsfähigere, produktivere und besser auf klimatische Herausforderungen vorbereitete Landwirtschaft aufzubauen.
Quelle: www.gouv.bj/


