Frankreich/Riec-sur-Bélon. Mit dem Verein „Sweet Pirate“ finden junge Menschen wieder Zugang zum Meer

Veröffentlicht am 04/07/2026 | La rédaction

Frankreich

Der Verein „Sweet Pirate“ hat etwa zehn Schüler empfangen, die gerade ihr CAP absolvieren. Es wurden vier Halbtage organisiert, um den Jugendlichen wieder eine Verbindung zum Meer zu vermitteln.

„Die Idee entstand, nachdem wir mit den Jugendlichen der Klasse eine Reportage angesehen hatten, an der einer von ihnen mitgewirkt hatte“, erklärt ihre Ausbilderin Céline Silhol. Dieser Film, „Revivre après la traversée“ (Neuanfang nach der Überfahrt), erzählt von der Initiative von Sylvie und Gaël, die in Loctudy unbegleitete minderjährige Migranten an Bord nehmen, um ihnen zu helfen, wieder Selbstvertrauen zu gewinnen, ihre Angst vor dem Wasser zu überwinden und das Meer als Freizeitvergnügen zu entdecken.

Wir dachten uns gemeinsam: Das könnte toll sein, und haben den Verein „Le Temps Partagé“ aus Quimper kontaktiert, der Maßnahmen zur Begleitung unbegleiteter Minderjähriger organisiert. Da sie mit Anfragen überlastet waren, gaben sie uns den Kontakt zum Verein ‚Sweet Pirate‘, und das Projekt kam ins Rollen.

„Sie kommen an, wir bringen sie wieder zurück“

Diese Jugendlichen sind als Flüchtlinge in Frankreich angekommen; sie haben ihr Herkunftsland verlassen und einige von ihnen haben das Mittelmeer unter schwierigen Bedingungen überquert. Ergänzend zu dem Schwimm-Rehabilitationsprogramm, an dem sie teilnehmen, konnten sie in diesem Jahr dank der von „Sweet Pirate“ organisierten Veranstaltungen ihre Traumata verarbeiten. „Das erste Treffen bot die Gelegenheit, sich in der Werkstatt kennenzulernen, in der die Freiwilligen des Vereins Boote reparieren und renovieren. Wir haben uns vorgestellt und eine Einführung in die Knotenkunde gegeben“, erklärt David. „Gemeinsam etwas tun, diejenigen segeln zu lassen, die es selbst nicht können – das ist es, was uns antreibt“, erinnert sich Julien. Bei der zweiten Sitzung in der Werkstatt halfen sie bei der Renovierung eines Bootes mit. Dann ging es aufs Wasser mit einer ersten Fahrt auf dem Aven, bevor ein Segelausflug aufs Meer folgte.

Diese erste Erfahrung verlief sehr gut, die Zusammenarbeit war sowohl für die Jugendlichen als auch für die Betreuer und die Mitglieder der „Sweet Pirate“ positiv. Auch Céline, ihre Ausbilderin, ist von der Qualität der Partnerschaft begeistert. Das Ziel wurde erreicht: Die Jugendlichen haben Selbstvertrauen gewonnen, waren mutig und hatten Spaß am Segeln.

Quelle: www.ouest-france.fr/


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