Kanada/Ein neues Chalet soll die Sinne der Bewohner des Pflegeheims „CHSLD Maria“ anregen
Das CHSLD de Maria eröffnet in seiner Einrichtung ein neues Sinnes-Chalet. Dabei handelt es sich um einen Raum, der die Bewohner in ihre Erinnerungen an Jagd- und Angelausflüge zurückversetzt.
Die Bewohner genießen diesen Raum schon seit einiger Zeit. Und schon weckt das Chalet bei vielen Erinnerungen und versetzt sie in schönere Zeiten zurück. Mathieu Jacques, Freizeitbetreuer in der Residenz, berichtet uns von den Vorteilen dieses neuen Raums.
„Dieser Bewohner dort im Speisesaal ist sonst viel schläfriger, aber sobald wir mit ihm über das Chalet sprechen, ist er sofort bereit, er nimmt seine Mütze, bittet darum, seine Mütze zu bekommen, wir machen uns auf den Weg zum Chalet, und er kennt den Weg.“
Die Wirkung auf die Bewohner ist laut dem Betreuer beeindruckend. „[Der Bewohner] empfängt sie in seinem Chalet und fängt an zu erzählen, die Erinnerungen kommen zum Vorschein, und es scheint, als würde er seine Umgebung kennen.“
Ziel des Projekts war es, aus einem verlassenen Balkon einen beruhigenden und anregenden Ort zu machen. „Wir wollten, dass es ein beruhigender, gemütlicher Ort wird, an dem alle Sinne angesprochen werden, sei es durch Geruch, Tastsinn oder das Sehen. Es ist wirklich eine Umgebung, in der wir wollten, dass sich die Bewohner wohlfühlen und nicht das Gefühl haben, sich gerade in einer Pflegeeinrichtung zu befinden“, erklärt Louise Poirier, Beraterin für Lebensqualitätsgestaltung in der Residenz.
Marias Team hat bei der Auswahl der Dekoration nichts dem Zufall überlassen. Der Duft von Tannen erinnert an den Wald, die Heizdecken wecken Erinnerungen an gemütliche Abende am Kamin. Auch für Besucher dient der Raum als Treffpunkt. „Es wird zu einem familiären Ort, an dem sich die Familien versammeln, sei es, um ein Glas Wein oder ein kleines Bier zu trinken, ein Spiel zu spielen oder gemeinsam zu essen“, berichtet die Beraterin des Pflegeheims.
Für die Bewohner der Region ist die Hütte nicht nur ein Thema, sondern ein Teil ihrer Geschichte. „In der Gaspésie gehört die Natur zum Leben, sie ist Teil des Alltags. Viele Einwohner hatten Waldgrundstücke oder Ferienhäuser. Zur Jagdsaison – das sieht man im Oktober – leeren sich die Dörfer. Alle versammeln sich im Wald, und auch die Bewohner haben das so erlebt“, erinnert sich Mathieu Jacques.
Die Stiftung Mirella und Lino Saputo hat 36.000 Dollar für die Gestaltung der Terrasse bereitgestellt. Für den Freizeitfachmann müssen solche Initiativen auch weiterhin finanziell unterstützt werden. „Ich frage mich immer: Wenn ich hier im Wohnheim ankomme, welche Aktivität würde ich mir dann wünschen?“, erzählt Mathieu.
Das Projekt wurde im vergangenen April anlässlich des Tages der Bewohnerbeiräte der Gaspésie mit einem Exzellenzpreis ausgezeichnet.
Quelle: cimtchau.ca/


