Vietnam/ Programm zur Prävention und Bekämpfung von geschlechtsspezifischer Gewalt
Die stellvertretende Ministerpräsidentin Pham Thi Thanh Trà unterzeichnete den Beschluss Nr. 625/QĐ-TTg vom 6. April 2026, mit dem das Programm zur Prävention und Bekämpfung von geschlechtsspezifischer Gewalt für den Zeitraum 2026-2030 verkündet wurde.
Das Programm zielt darauf ab, die geschlechtsspezifische Gewalt auf nationaler Ebene zu verringern, indem es die Bildungs- und Sensibilisierungsmaßnahmen verstärkt, um nachhaltige Verhaltensänderungen zu fördern. Außerdem sieht das Programm die Ausweitung von Modellen für opferzentrierte Hilfsdienste vor, die gewährleisten, dass alle Menschen, insbesondere Frauen und Mädchen, rechtzeitig Zugang zu Unterstützungs- und Schutzdiensten erhalten und in einem sicheren, gleichberechtigten und gewaltfreien Umfeld leben können.
Bis 2030 sollen 100% der Opfer von geschlechtsspezifischer Gewalt identifiziert werden und Zugang zu mindestens einem geeigneten Hilfsdienst haben. Jede Provinz oder Stadt, die der Zentralbehörde untersteht, soll über mindestens fünf gemeindebasierte Notunterkünfte verfügen, die den Standards entsprechen und an die lokalen Gegebenheiten angepasst sind.
Das Programm setzt außerdem das Ziel, dass 60% der Provinzen und Städte sektorübergreifende Koordinierungsmechanismen einrichten. Gleichzeitig müssen 100% der Provinzen und Gemeinden Online-Anlaufstellen oder digitale Anwendungen für die Betreuung und Unterstützung von Opfern einrichten. Darüber hinaus müssen alle Bildungseinrichtungen Verfahren zur Prävention, Aufdeckung und Reaktion auf geschlechtsspezifische Gewalt entwickeln und anwenden.Alle Unternehmen müssen im Einklang mit dem Arbeitsgesetzbuch Bestimmungen zur Prävention von Belästigung am Arbeitsplatz einführen.
Darüber hinaus sollen 80% der betroffenen öffentlichen Bediensteten, Sozialarbeiter und Mitarbeiter Schulungen erhalten, um ihr Wissen und ihre Fähigkeiten zu erweitern, insbesondere in Bezug auf die rechtliche Unterstützung und Hilfe für Opfer.
Um diese Ziele zu erreichen, ist das Programm in fünf Hauptbereiche gegliedert. Erstens die Erneuerung der Kommunikations- und Bildungsaktivitäten, wobei der Schwerpunkt von der allgemeinen Sensibilisierung auf einen Ansatz verlagert wird, der auf die Änderung von Verhaltensweisen ausgerichtet ist.e auf Verhaltensänderungen ausgerichtet ist, sowie die Stärkung der Kompetenzen im Bereich der digitalen Sicherheit, insbesondere bei jungen Menschen.
Zweitens die Entwicklung und Verbreitung von Modellen für integrierte Hilfsdienste, die Gesundheitsversorgung, psychologische Unterstützung und Rechtsberatung kombinieren, sowie die Bereitstellung von Unterkünften.Verbesserung der Unterbringungsstrukturen, mit besonderem Augenmerk auf gefährdete Gruppen wie Frauen mit Behinderungen, aus ethnischen Minderheiten oder Migrantinnen.
Drittens: Stärkung der sektorübergreifenden Koordinierungsmechanismen und der Kontrolltätigkeiten zwischen Ministerien, zentralen Stellen und lokalen Behörden.
Viertens die Stärkung der Kapazitäten des betroffenen Personals, insbesondere durch spezielle Schulungen, die eine Früherkennung und ein rasches Eingreifen ermöglichen, auch angesichts von Online-Gewalt.
Fünftens schließlich die Förderung der internationalen Zusammenarbeit und der digitalen Transformation, um Ressourcen zu mobilisieren, Erfahrungen auszutauschen und die digitale Transformation zu entwickeln.Die EU sollte die Entwicklung integrierter Datensysteme für ein effektiveres Management der Prävention und Reaktion auf geschlechtsspezifische Gewalt fördern.
Quelle: lecourrier.vn/


