Vietnam/ Von 400 auf 902 Städte: Das spektakuläre Wachstum des städtischen Netzes in 40 Jahren Erneuerung
Vierzig Jahre nach der Einführung des Dôi Moi (Erneuerung) erntet Vietnam die Früchte einer soliden Stadtplanung und -verwaltung, die Vietnam in eine neue Ära der Entwicklung katapultiert und ihm eine neue Dynamik verleiht, sagte der Architekt Dào Ngoc Nghiêm, Vizepräsident der Vereinigung für Stadtplanung und Entwicklung in Vietnam, die der Nationalen Union der wissenschaftlichen und technologischen Vereinigungen angeschlossen ist.
Dem Experten zufolge waren die Industrialisierung und Modernisierung der letzten vierzig Jahre stets eng mit der Urbanisierung verbunden. Die Verabschiedung der Resolution Nr. 06 des Politischen Büros am 24. Januar 2022 über die Planung, den Bau, das Management und die nachhaltige Entwicklung der vietnamesischen Städte bis zum Jahr 2022 ist ein wichtiger Schritt in Richtung einer nachhaltigen Entwicklung. Die Verabschiedung der Agenda 2030 mit einer Vision für das Jahr 2045 ist ein historischer Schritt, der die grundlegende Rolle des städtischen Raums in der Struktur der nationalen Entwicklung bestätigt.
Mit Blick auf die Anfänge der Erneuerung erinnerte Dào Ngoc Nghiêm daran, dass das vietnamesische Städtenetz damals sehr bescheiden war und weniger als 400 Zentren umfasste. Heute ist diese Zahl sprunghaft auf über 902 Städte angestiegen, die in klar definierte Kategorien eingeteilt sind.
Mit einer Urbanisierungsrate von 42,7% trägt die städtische Wirtschaft mittlerweile 70% zum nationalen Bruttoinlandsprodukt (BIP) bei. Die Urbanisierung habe als Katalysator für den tertiären Sektor gewirkt und sei zu einem Anziehungspunkt für Talente und technologischen Fortschritt geworden, betonte er.
In einer eingehenden Analyse der erzielten Ergebnisse betonte Dào Ngoc Nghiêm, dass große Infrastrukturprojekte zu "Adern" geworden sind, die Wirtschaftsströme erleichtern und dynamische Regionen miteinander verbinden. Die Lebensqualität und das soziale Wohlergehen haben sich erheblich verbessert, da der nationale Index der durchschnittlichen Wohnfläche auf fast 29m2 pro Person gestiegen ist.
Gleichzeitig haben die vietnamesischen Städte begonnen, ein harmonisches Gleichgewicht zwischen Bewahrung des kulturellen Erbes und Entwicklung zu finden, sich flexibel an den Klimawandel anzupassen und ihre Platzierungen im weltweiten Ranking kontinuierlich zu verbessern.
Generell gilt die Hauptstadt Hanoi als Pionierstadt im Bereich der Stadtplanung. Seit 1954 wurde ihr Stadtentwicklungsplan in neun Phasen ausgearbeitet und neu angepasst. Sie ist die einzige Stadt des Landes, die über ein Hauptstadtgesetz verfügt, das am1. Januar 2025 in Kraft trat. Nach der Erweiterung ihrer Verwaltungsgrenzen im Jahr 2008 umfasst Hanoi eine Fläche von 3.349 km2 mit einer Urbanisierungsrate von über 50% und einem Ziel von 65% bis 72% bis 2030.
Um seine städtebauliche Vision zu verwirklichen, konzentriert Hanoi seine Ressourcen auf wichtige Infrastrukturprojekte wie die Ringstraßen 4 und 5 und die Stadtbahnlinien, um die eigentlichen Ursachen der Verkehrsstaus im Stadtzentrum zu bekämpfen.
Der Architekt zeigte sich überzeugt, dass Hanoi nach vierzig Jahren der Renovierung und unterstützt durch das Gesetz über Hauptstädte dank proaktiver Planung und einer Umsetzung, die von einem starken Willen geprägt ist, in der Lage sein wird, die Stadt zu verbessern.Durch die Umsetzung mit starkem politischen Willen wird die Stadt ihre Vision verwirklichen und zu einer dynamischen, lebenswerten, nachhaltigen und bahnbrechenden Metropole in der neuen nationalen Ära werden.
Quelle: lecourrier.vn/


