Kuba/Neue Dynamiken der wissenschaftlichen Frankophonie in Kuba
Im Rahmen der Feierlichkeiten zum Monat der Frankophonie reiste die stellvertretende Direktorin der AUF-Amerikas, Frau Myrline Vanessa Guillaume, vom 18. bis 20. März nach Kuba. Diese Mission, die auf Einladung der französischen Botschaft durchgeführt wurde, ermöglichte es der AUF, auf dem Salon des études francophones in Havanna vertreten zu sein und ihre wichtigsten Partner im Land zu treffen.
Am ersten Tag fand in der Alliance Française de la Havanna der Salon des études francophones statt, bei dem sie die AUF vorstellte.AUF vorstellte und für ihr Dienstleistungsangebot für französischsprachige Studierende und junge Menschen warb, was auf reges Interesse stieß, insbesondere im Zusammenhang mit den Clubs Leaders Étudiants Francophones (CLEF). Außerdem führte sie das internationale Programm für frankophone Mobilität und Beschäftigungsfähigkeit (PIMEF) ein, dessen Pilotphase in diesem Jahr mit mehreren Mitgliedsuniversitäten beginnen wird. Das Interesse der Studierenden an Mobilität war weiterhin vorherrschend.
Das Treffen mit dem für internationale Beziehungen zuständigen Vize-Minister für Hochschulbildung, Dr. C. Reynaldo Velázquez, fand in einer enthusiastischen und konstruktiven Atmosphäre statt, die von einer gemeinsamen Vision zugunsten der Entwicklung der französischen Sprache im kubanischen Hochschulwesen geprägt war. Der Vizeminister bekräftigte seinen Willen, Französisch zu einer lebendigen und dynamischen Sprache an den Universitäten des Landes zu machen. In der Diskussion wurden die Erwartungen des Ministeriums deutlich, die perfekt mit den Zielen des PIMEF abgestimmt sind. Die Idee eines wissenschaftlichen Referenten für die AUF in Kuba wurde positiv aufgenommen, und ein Vorschlag für eine Vereinbarung ist in Vorbereitung. Dieser könnte im Februar 2026 anlässlich einer großen Veranstaltung, bei der zahlreiche Akteure der Frankophonie in Kuba zusammenkommen, offiziell unterzeichnet werden.
Im Rahmen der Mission wurden auch mehrere Mitgliedsuniversitäten der AUF in Kuba besucht, die ihr Engagement für die Frankophonie und ihr Interesse an einer verstärkten Zusammenarbeit bestätigten. Mit der Universität Las Villas (UCLV) wurde im Rahmen des Austauschs die Dynamik des Club des Étudiants Francophones (CLEF) Les Francophiles de Las Villas hervorgehoben. Die Technologische Universität CUJAE bekundete großes Interesse daran, in Zusammenarbeit mit der Alliance Française die Ausbildung junger Lehrer in französischer Sprache zu entwickeln, um die Studiengänge frankophoner Studenten zu betreuen. Sie betonte auch die Notwendigkeit, die Verbindungen zwischen der akademischen Welt und dem Wirtschaftssektor zu stärken. Die Universität von Havanna (UH) bekräftigte ihrerseits die intensive Nutzung des französischsprachigen Campus Numérique Francophone (CNF) und sondierte gleichzeitig Synergien mit dem CNF in Las Villas. Schließlich wurde das Interesse an den Netzwerken und Initiativen der AUF, wie PIMEF und CLEFs, weitgehend geteilt.
Die Mission bot auch Gelegenheit zum Austausch mit der französischen Botschaft in Kuba, um die Zusammenarbeit zugunsten der Entwicklung der französischen Sprache in der Hochschulbildung zu stärken. Es wurden mehrere Möglichkeiten der Zusammenarbeit ausgelotet. Darunter die Idee, die Alliances Françaises als Austragungsorte für FOAD-Prüfungen der Universitäten zu nutzen und so eine praktische Lösung für Studierende zu bieten, die sich für Fernstudiengänge eingeschrieben haben. Auch die Aufwertung der Französischkurse der Alliances Françaises durch das AUF-Netzwerk wurde angesprochen, um eine bessere Sichtbarkeit und Attraktivität des Sprachangebots zu gewährleisten. Schließlich wurden Synergien rund um Initiativen für die Jugend diskutiert.
Schließlich wurde im Austausch mit den Vorsitzenden der CLEFs die Dynamik dieser für die Frankophonie engagierten Jugendlichen hervorgehoben. Ihre Motivation und ihre Initiativen zeugen von der wachsenden Rolle der Schüler bei der Förderung der französischen Sprache und der damit verbundenen Möglichkeiten.
Diese Mission hat die Präsenz der AUF in Kuba gestärkt und neue Perspektiven für die Zusammenarbeit in den kommenden Jahren eröffnet.
Quelle: www.auf.org/