Belgien/Theux: Die gemeinnützige Organisation "Enfants de Burma" ruft zu Spenden auf, um den vom Erdbeben betroffenen Opfern zu helfen.
Ein Verein aus Theut, der seit 15 Jahren bedürftigen Kindern in Birma hilft, verdoppelt seine Anstrengungen und ruft nach dem Erdbeben vom vergangenen Freitag zu Spenden auf. Patricia Longrée gründete ihren gemeinnützigen Verein "Enfants de Birmanie", nachdem sie sich vor 25 Jahren auf einer Reise in das Land und seine Bewohner verliebt hatte. Die Präsidentin des Vereins rief auf der Facebook-Seite und der Website des Vereins zu finanziellen Spenden auf.
"Ich versuche, so viele Spenden wie möglich zu sammeln, vor allem über unsere Facebook-Seite. Wir versuchen, Geld zu sammeln und nur Geld, weil wir nichts vor Ort schicken können, weil es zu teuer ist", erklärt Patricia Longrée, die Vorsitzende der ASBL.
Neben dem Sammeln von Spenden wurde am 20. März eine Ausstellung eröffnet, deren Erlös zum Teil ebenfalls den vom Erdbeben Betroffenen zugute kommt, wie Patricia Longrée erklärt: "Es ist eine Ausstellung von zwei birmanischen Künstlern. Es gibt einen Aquarellmaler, von dem etwa 30 Werke ausgestellt sind. Der zweite Künstler macht Kohlezeichnungen, etwa zehn Werke sind zu sehen. Alles, was durch die Ausstellung gesammelt wird, kommt den Malern zugute und sie haben sich selbst verpflichtet, 10% ihrer Gewinne den Opfern zu spenden".
Die Ausstellung "Duo Birmanie" ist bis zum 30. April im Centre Culturel de Theux während der Öffnungszeiten des Kulturzentrums zu sehen.
Gründung des Vereins
Es ist nun etwa 15 Jahre her, dass der Verein "Enfants de Birmanie" von Patricia Longrée gegründet wurde, nachdem sie sich während einer Reise nach Birma verliebt hatte. "Unsere ASBL ist sehr klein, wir sind sieben Freiwillige im Vorstand. Ich reise nun schon seit 20 Jahren dorthin und verbringe auch heute noch mehrere Monate im Jahr dort, um unsere verschiedenen Projekte umzusetzen", erklärt die Gründerin des Vereins.
Zahlreiche Projekte
Seit der Gründung des gemeinnützigen Vereins wurden zahlreiche Projekte durchgeführt, um den Menschen in Burma zu helfen und ihr Leben zu verbessern. "Wir haben damit angefangen, Brunnen zu graben, denn Wasser ist das Wichtigste. Wir haben Waisenhäusern geholfen, eine kleine Englischschule in einem Dorf gebaut, die mittlerweile gut gewachsen ist und weitere Kurse beherbergt. Wir schlagen den Spendern auch vor, eine Patenschaft für birmanische Kinder zu übernehmen, damit sie ohne finanzielle Probleme eine mehr oder weniger normale Schulausbildung absolvieren können", fügt Patricia Longrée hinzu.
In Belgien werden Projekte wie Weihnachtsmärkte oder Touristenrallyes durchgeführt. Aber auch Kochworkshops und demnächst ein Workshop für burmesische Marionetten sind Aktionen, mit denen Geld gesammelt wird.
Quelle: www.rtbf.be/