Belgien/Brabant wallon: Provinz testet Viertagewoche ohne Gehaltseinbußen für bestimmte Bedienstete am Ende ihrer Laufbahn
Seit einigen Tagen testen Provinzbeamte in Wallonisch-Brabant die Viertagewoche ohne Gehaltskürzungen! Bald dürften es ein Dutzend sein, die das Gleiche tun.
Diese über 60-Jährigen sind die ersten, die von einer Vollzeitstelle auf eine 4/5-Stelle wechseln, ohne einen Cent ihres Gehalts zu verlieren. Der Pilotversuch betrifft Arbeitnehmer, die während ihrer gesamten Laufbahn einen als beschwerlich anerkannten Beruf ausgeübt haben. Die Initiative ging vom wallonischen Minister für öffentliche Verwaltung, Christophe Collignon, aus.
Strenge Bedingungen
Neben den Bedingungen in Bezug auf das Alter und den beruflichen Werdegang dürfen die Bewerber auch nicht von anderen Formen der Arbeitszeitverkürzung profitieren. Angesprochen sind: die Kategorien der Stufen D und E. "Es handelt sichum Arbeiter, die eine Beschäftigung hatten, die offiziell auf der Liste der belastenden Berufe steht", betont der Abgeordnete und Präsident des Provinzkollegiums, Tanguy Stuckens. Die Regelung bedeutet eine tatsächliche Verringerung der geleisteten Wochenstunden. Es geht also nicht darum, den Tag der verbleibenden vier Arbeitstage zu verlängern. "Dieses System entspricht den Erfordernissen der Sicherheit und einer besseren Begleitung am Ende der Laufbahn. Es ist ein Element der Anerkennung für die geleistete schwere Arbeit und ein Element der Motivation für unsere Bediensteten, die einen dritten wöchentlichen Ruhetag erhalten, was auch ihre Arbeitsleistung steigern dürfte".
Auch der Arbeitgeber, in diesem Fall die Provinz, dürfte von weniger Fehltagen, z. B. aufgrund von Krankheit, profitieren. "Es ist ein Win-Win-System", kommentiert Tanguy Stuckens.
Zum jetzigen Zeitpunkt plant die Provinz keine Kompensationseinstellungen, um die 20 % der verlorenen Leistungen zu sichern. "Wir sprechen nur von maximal zehn Beamten. Es handelt sich also um eine begrenzte Maßnahme. Sie wird sich auch kaum auf den Haushalt auswirken". Der Pilotversuch wird drei Jahre dauern. In Wallonisch-Brabant und in den anderen teilnehmenden Einheiten wird der Versuch regelmäßig bewertet.
Quelle: www.rtbf.be


