Togo/ Katastrophenmanagement: Togo testet sein nationales Krisenreaktionssystem
Angesichts der zunehmenden klimatischen, gesundheitlichen und technologischen Risiken in Westafrika baut Togo seine Kapazitäten zur Notfallvorsorge aus. Vor diesem Hintergrund hat die Regierung in Afagnan in der Präfektur Bas-Mono die von der Nationalen Agentur für Zivilschutz (ANPC) organisierte nationale Multirisiko-Simulationsübung „Mia Dzrado 2026“ gestartet.
Diese Übung findet vom 8. bis zum 18. Juni statt und zielt darauf ab, die Wirksamkeit des nationalen Katastrophenschutzsystems zu bewerten und die Koordination zwischen den verschiedenen Akteuren des Zivilschutzes zu verbessern.
Die Reaktion auf Großkatastrophen testen
Die Simulationen umfassen mehrere Szenarien, die das Land betreffen könnten: Überschwemmungen, Bevölkerungsverschiebungen, Choleraepidemien, Verkehrsunfälle, Kentern von Pirogen, Brände, Austritte von Chemikalien oder auch Vorfälle mit radioaktiven Stoffen.
Die Übung ermöglicht es insbesondere, die Funktionsweise des Nationalen Notfallzentrums sowie die Koordinierungsmechanismen zwischen Rettungsdiensten, Sicherheitskräften, lokalen Behörden und humanitären Partnern zu testen.
Die Wahl fiel auf Bas-Mono, da dieses Gebiet zu den Regionen gehört, die regelmäßig von Hochwasser des Flusses Mono betroffen sind.
Offiziellen Angaben zufolge zählen Überschwemmungen zu den am häufigsten auftretenden Naturkatastrophen in Togo und führen regelmäßig zu Bevölkerungsverschiebungen, Ernteausfällen und Schäden an der Infrastruktur.
Für die Behörden soll „Mia Dzrado 2026“ zudem dazu beitragen, die Widerstandsfähigkeit der Gemeinden zu stärken und die wirtschaftlichen Kosten von Katastrophen zu senken. Die Übung soll zudem dazu dienen, Schwachstellen des derzeitigen Systems aufzudecken und die Reaktionsabläufe zu verbessern, bevor es zu tatsächlichen Krisen kommt.
Es sei darauf hingewiesen, dass die Operation von sozialen Maßnahmen zugunsten der Bevölkerung begleitet wird, darunter kostenlose ärztliche Untersuchungen, chirurgische Eingriffe und die Ausstellung von Personalausweisen.
Quelle: www.togofirst.com/


