Kanada/Stadt Edmonton will das Problem der verlassenen Häuser eindämmen
In fast drei Jahren wurden in Edmonton im Rahmen der Problem Property Initiative über 470 Immobilien abgerissen.
Dieses Phänomen betrifft mehrere Stadtteile wie Alberta Avenue, Pleasantview und Eastwood und betrifft verwahrloste Häuser, in denen es zu illegalen Besetzungen oder Bränden kommen kann.
Im Jahr 2023 führte die Stadt eine Steuer ein, um die Besitzer dieser leerstehenden Häuser zu bestrafen.
Außerdem setzte sie Sicherheitsteams in den Vierteln ein, um Brandgefahren vorzubeugen.
Nach Angaben der Stadt wurden durch diese Maßnahme in den letzten drei Jahren fast 1200 Immobilien gesichert.
Die Situation verbessert sich in einigen Stadtvierteln
Verlassene Häuser oder Gebäude stellen in Edmonton seit Jahrzehnten ein Sicherheitsproblem dar. Nachbarn berichten von illegalen Besetzungen, Lärmbelästigungen und sogar Bränden.
Jede Woche berichteten mir Anwohner von Bränden in einigen dieser Gebäude", erzählt die Stadträtin des Distrikts Métis, Ashley Salvador.
Christy Morin wohnt seit 30 Jahren in der Alberta Avenue und hat miterlebt, wie mehrere Nachbarn wegen dieses Problems aus dem Viertel weggezogen sind.
Man hat nicht einmal Lust, abends nach Hause zu gehen, wenn man neben einem solchen Gebäude wohnt. Es gab Drogenkonsum. Es gab Banden in der Umgebung. Es gab auch viele gestohlene Fahrzeuge in unserer Nachbarschaft. Und das hat sich zu einem wahren Nest der Kriminalität entwickelt", erklärt sie.
Laut Ahsley Salvador haben die Maßnahmen, die in den letzten Jahren ergriffen wurden, die Situation in einigen Vierteln verbessert.
Das ist laut Christy Morin in der Alberta Avenue der Fall. Die Kinder können nun zum Spielen nach draußen gehen, ältere Menschen können ohne Angst durch die Gassen spazieren und alle haben eine bessere Lebensqualität, sagt sie.
Maßnahmen für Gewerbeimmobilien
Derzeit sind laut der Stadt 62 Wohnimmobilien als unsicher und leer stehend deklariert. Sie müssen nun entweder von ihren Besitzern oder von der Stadt gesichert werden.
Anfang Januar wurde ein Geschäftsgebäude in der 111th Avenue in der Nähe der Konzerthalle The Aviary von einem Brand betroffen. Dieses Gebäude war nicht von Maßnahmen betroffen, die auf Wohnimmobilien abzielten, wie z. B. die Steuer auf heruntergekommene Häuser.
Gemeindemitglieder und Unternehmen forderten stärkere Maßnahmen gegen diese Gewerbeimmobilien, sagt die Stadträtin Ashley Salvador. Ich denke, das ist die Art von Instrument, die ich ausarbeiten möchte, um sie auf den gewerblichen Sektor anzuwenden.
Der Stadtrat wird voraussichtlich im nächsten Frühjahr verschiedene Optionen vorlegen, wie z. B. die Schaffung einer neuen Steuerunterkategorie für Gewerbeimmobilien.
Quelle: ici.radio-canada.ca/


